LKW Maut als Melkkuh der Nation – wer zahlt wirklich?
Die neue Regierung will rund 180 Millionen Euro mehr kassieren
Die neue Bundesregierung sieht sich zweifelsfrei mit der Bekämpfung des massiven Budgetdefizits konfrontiert. So wurden anscheinend alle Ministerien dazu aufgefordert, Ideen einzubringen, wie man noch mehr Geld in die Staatskassen bringen könnte. Aus dem Verkehrsministerium – man darf es ja wieder so nennen – wird aktuell die Mautkeule geschwungen. Konkret soll die LKW-Maut für Dieselfahrzeuge erhöht werden. Eine ganz einfache Übung. Die Lkws, die ohnehin für Staus, Unfälle, den Klimakollaps und grundsätzlich alles Schlechte verantwortlich gemacht werden, sollen zahlen. Bingo. Eintreiber ist die ASFINAG, die das ja schon seit Jahrzehnten bravourös geübt hat. Koste es, was es wolle. Dass eine Erhöhung der Lkw-Maut – und wir reden immerhin von 10 bis 13 % – am Ende zur ohnehin schon massiv ausufernden Inflation im Alpenstaat beiträgt, verstehen die wenigsten (Wähler), ist aber so.
Dr. Christian Spendel
Sachverständiger, Publizist und Vortragender
Als Sachverständiger auf den Gebieten Frachtwesen, Speditionswesen und Logistik tätig, eingetragen am Handelsgericht Wien.
Seine Spezialisierungen umfassen die Beurteilung transportsicherer Verpackungen, Transportauftrags- und Frachtpreiskalkulationen, Genehmigungs- und Routenmanagement für Schwer- und Sondertransporte, sowie die Disposition von Fahrzeugen und Routen.
Zudem befasst er sich mit der Beurteilung von Be- und Entladungsvorgängen, Diebstahlrisiken, innerbetrieblichen Organisationsabläufen, Kontrollsystemen und Unternehmensorganisationen.